Südwesten Down Under

von Mrz 7, 2018Down Under 20185 Kommentare

Nach einer kurzen Rückkehr zur Vermietstation um die Leiter für den Alkoven reparieren zu lassen, steuerten wir südwärts. Matteo quengelte schon: „Wann kommen wir zum Wasser und zum Sand?“. Zu Hause durfte er sich die Sandelsachen selbst in den Rucksack packen, diese wollte er nun endlich zum Einsatz bringen.

Die nächsten Tage planten wir somit immer Strand mit ein. Luca und Matteo hatten wie man auf den Bildern sieht ihren Spaß. Auch die Stops an den Spielplätzen sorgten für strahlende Gesichter. In Busselton schlenderten wir die 1,8km auf dem rekordverdächtig langen Pier hinaus aufs Meer.

Im Walpole-Nornalup NP kann man die riesigen Karri- und Red-Tingle Bäume auf dem Tree Top Walk auf Augenhöhe bestaunen. Auf frei schwingenden Laufstegen geht es von Platform zu Platform bis auf 40m Höhe in die Baumkronen. Luca hatte mächtig Angst, er setzte vorsichtig einen Fuß vor den anderen und schaute ängstlich durch den vergitterten Fußboden nach unten.

Bei den Elephant Rocks und dem Greens Pool im William Bay NP wären wir gerne länger geblieben, aber der starke Wind vertrug sich nicht mit Luca’s „Wind-Allergie“. Er ist da nicht allergisch dagegen im medizinischen Sinne, aber je länger er im Wind laufen muss, je unausstehlicher wird sein jammern. Er mag ganz einfach keinen Wind! Wie erklärt man einem Zweijährigen, dass das normal ist? Wir fanden bisher noch kein Rezept.

Am Labour Day in West-Australien waren wir zu spät dran eine Übernachtung zu suchen und hatten aufgrund voller Stellplätze bei Cosy Corner am Straßenrand neben einer Kuhweide übernachtet. Zum Strand fuhren wir dann am nächsten Morgen zurück. Eine Qualle fiel uns noch auf. Laut der Frau vom Visitor Center Albany ist das sehr wahrscheinlich ein Blue Bottle Jelly Fish bzw. Portugiesische Galeere. Wenn man sich die Beschreibung auf Wikipedia durchliest, dann ist diese Qualle gar nicht ganz ohne. Sie soll zwar nicht ganz so heftig wie die Seewespe (Box Jelly Fish) sein, welche eher an der Ostküste vorkommt, aber ausprobieren möchten wir das jetzt dann doch nicht.

Der Little Beach im Two People Bay National Reserve hatte es uns noch angetan, aber Luca’s „Wind-Allergie“ hatte wieder zugeschlagen. Bis auf die fehlenden Palmen war dieser Strand mit feinstem weissen Puderzucker, den großen Granitsteinen und seinem türkisblauen, klaren Wasser absolut auf Seychellen-Niveau.