Südwesten Down Under Teil2

von Mrz 11, 2018Down Under 20184 Kommentare

Vor der Weiterfahrt zum Wave Rock besuchten wir die Marron Farm. Matteo und Luca hatten viel Spaß beim Füttern der Vögel, Hasen und anderen Tieren. An diesem Tag sind wir mit 470km die bisher längste Strecke an einem Tag gefahren. Bei einem Stop an der Tankstelle konnten sich Matteo und Luca kurz auf einem Spielplatz verweilen. Die Logik der Tankstelle war Markus nicht einleuchtend und so tankten wir für 70 AUD, das war ca. 3/4 voll. Irgendwie dachten wir einmal Tanken am Tag reicht, als das Reservelämpchen leuchtete waren es immerhin noch 60 km. Schon komisch, dass wir in jedem Urlaub eine Fahrt bis tief in den Reservebereich mit drin haben. Das Womo scheint ganz schön was zu schlucken, aber Nicole war auch mit über 100km/h unterwegs und das obwohl sie lange im Windschatten eines Road Trains gefahren ist.

Ein toller Campingplatz befindet sich direkt am Wave Rock. Aufgrund der Hitze von deutlich über 30°C waren wir froh, die Klimaanlage des Womos nutzen zu können. Die Gesteinsformation hat eine Höhe von ca. 15 Metern und ist 100 Meter lang. Die 1,5km lange Wanderung zu Hippos Yawn lief sogar Luca komplett. Als alle zur Weiterfahrt schon angeschnallt waren, entdeckten wir einen Plattfuss. Direkt in der prallen Sonne versuchte Markus die Schrauben zu lösen. Leider waren diese so fest, dass sich selbst das Wagenheberrohr verbog als es als Verlängerung herhalten sollte. Das Fahrzeug hatten wir im All-Inclusive Paket gebucht. Dieses beinhaltet erweiterte Versicherungsleistungen, einen zweiten Fahrer, Kindersitze, Campingausrüstung, freie Kilometer und eben auch Pannenhilfe. Nicole meinte, wenn wir schon das All-Inclusive Paket gebucht haben, dann rufen wir auch die Nummer auf dem Schlüsselbund. Nach vier Stunden warten erhielten wir die Info, dass der Monteur erst nächten Morgen kommt. Also nochmal ab in den Swimmingpool zum Abkühlen. Früh morgens, noch vor 7 Uhr, wurde tatsächlich das Rad gewechselt und zum nächsten Reifenservice gebracht. Gegen Mittag waren wir wieder auf der Strecke. Die Ursache für den Plattfuss war lediglich ein undichtes Ventil, welches für 10 AUD ausgetauscht wurde.

Vom Landesinnern zurück zur Küste nach 440km wollte Matteo abends das Womo abgeben und nach Hause fliegen. Das war wohl auch, weil wir am Lucky Beach am überfüllten Campingplatz bei Dämmerung wieder umdrehen mussten und mit quengelnden Kindern am Straßenrand nach einer Parkbucht zum Übernachten suchten. Als wir am nächsten Morgen zurück zum Lucky Bay Campingplatz fuhren, waren gerade noch drei Plätze frei, welche wiederum nach 15 Minuten weg waren. Die Bay ist bekannt dafür, dass sich Känguruhs am Strand tummeln. Der Strand ist traumhaft, mit dem kristallklaren Wasser und den intensiven Farben. Luca und Matteo konnten Sandspielzeug vom Lucky Bean Kaffee ausleihen. Für die beiden Jungs war dies ein toller Tag und ließ die Stimmung vom Abend zuvor wieder vergessen. „Willst Du das Wohnmobil immer noch abgeben?“, „Vielleicht übermorgen“. Nicole genoss einen Iced Chocolate with Cream und Markus einen Cappuccino mit Blueberry Muffin, bei den unterhaltsamen Damen des Lucky Bean Kaffee’s. Vor der Fahrt ins Outback am nächsten Tag steuerten wir einen Spielplatz in Esperance an und als Bonus gab es eine Fahrt mit der Miniatur Railway.